9. Nachtwandel im Jungbusch 2012
LESUNG – KONZERT – THEATER – INSTALLATION – PERFORMANCE – FILM – AUSSTELLUNG
9. Nachtwandel im Jungbusch
am 19. und 20. Oktober 2012, 19 bis 24 Uhr
Zwischen Hafen und City hat sich der Jungbusch zu einem atmosphärischen und urbanen Stadtteil gewandelt. Beim Nachtwandel füllen Künstler und Kulturschaffende Läden, Lager, Hinterhöfe, Moscheen, Kirchen, Galerien und andere Locations, die für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Jungbusch stehen, mit Kunst und Kultur. Spannende Programmpunkte an ganz verschiedenen Orten warten auch in diesem Jahr auf die Besucherinnen und Besucher.
Das Quartiermanagement, Laboratorio17, das Kulturamt, das Clustermanagement Musikwirtschaft und viele Mitstreiter haben sich dafür eingesetzt, dass auch in diesem Jahr das Kulturfest im Jungbusch stattfinden kann. Auch das Land Baden-Württemberg fördert das Ereignis aus Anlass des 60-jährigen Landesjubiläums. Mit Unterstützung weiterer Sponsoren und tatkräftiger Mithilfe von Kulturbewegten streben wir an, wieder ein vielseitiges und attraktives Programm zu ermöglichen, damit der Jungbusch, in dem Menschen aus über 80 Nationen leben, auch bei der neunten Auflage des Nachtwandels all jene Facetten zeigen kann, die im ehemaligen Hafenviertel stecken. Bitte beachten Sie die neue Veranstaltungszeit. Der 9. Nachtwandel beginnt bereits um 19 Uhr und endet um 24 Uhr.
Unterstützen Sie den Nachtwandel mit dem Solistern!
Letztes Jahr haben wir den Nachtwandel gerettet, kurz bevor ihm das Licht ausging. Das gelang auch mit der Hilfe der Stadt Mannheim und vielen ehrenamtlichen Organisatoren. Darüber freuten wir uns sehr. Um auch beim Nachtwandel 2012 wieder ein attraktives Programm ohne Eintritt bieten zu können, verteilen wir wie im letzten Jahr gegen eine kleine Spende den Solistern. Ein blauer, blinkender LED-Stern als Anhänger und als Zeichen der Unterstützung für den Nachtwandel. Man kann ihn während des diesjährigen Nachtwandels bei mobilen Stationen, aber auch in verschiedenen Locations für mindestens 5 Euro (gerne mehr!) erwerben. Für diejenigen, die keine 5 Euro oder mehr opfern können, wird es noch einen kleinen Solibutton mit blauem Stern für 2 Euro geben.
Quartiermanagement Jungbusch, Jungbuschstraße 19
Tel. 0621 14948
E-mail: nachtwandel@jungbuschzentrum.de
oder auf www.facebook.com
Balance zwischen Kunst und Party finden
Nachtwandel 2012 will das Profil als Kulturfest schärfen
Mehr als 15.000 Menschen besuchten den Nachtwandel im letzten Jahr, was alles bisher Dagewesene überbot. Mit mehr als 80 Programmpunkten hat der 8. Nachtwandel im Jungbusch eine bisher nicht gekannte Größe erreicht. Vor allem am Samstag waren einige Zonen des Stadtteils dicht gefüllt und der Zutritt zu den Lokalitäten nur noch schwer möglich. Im Programm dominierte die Musik, die sich allerdings in einer großen Vielfalt an Stilen und kulturellen Verschiedenheiten zeigte. Inzwischen hat der Nachtwandel eine so große Anziehungskraft entfaltet, dass sich Kulturbewegte und Partygänger die Straßen und Plätze des lebendigen Jungbuschs teilen. Die Stimmung auf den Straßen war ausgelassen, aber dennoch ausgesprochen friedlich. Vor dem Hintergrund dieses Erfolges, trauerten nicht wenige den Nachtwandelzeiten der Anfangsjahre nach, als die Kunst und Kultur noch unangefochten im Mittelpunkt des Geschehens standen und die entdeckungslustigen Nachtwandler noch unter sich waren.
Wollen kein Straßenfest
Für den 19. und 20. Oktober 2012 ist der 9. Nachtwandel im Jungbusch geplant. Das Rad der Geschichte können und wollen die Veranstalter des Nachtwandels – das Gemeinschaftszentrum Jungbusch, Laboratorio 17 und das Kulturamt der Stadt Mannheim – nicht zurückdrehen. Kunst und Kultur als Kern und Markenzeichen des Nachtwandels soll allerdings wieder deutlicher in den Mittelpunkt treten. Gemeinsam mit allen Engagierten und Mitwirkenden setzen sich die Organisatoren um Bernd Görner und Michael Scheuermann das Ziel, das Profil des Nachtwandels als Kulturfest zu schärfen und ein Abgleiten der Kultnächte im „Busch“ in ein Straßenfest zu verhindern. Dabei geht es nicht darum, die südländische Atmosphäre auf Straßen und Plätzen zu bannen, sondern Auswüchse wie zum Beispiel große Gastrostände im Freien oder die Vielzahl an teilweise auch „wilden“ Alkoholausschänken auf der Straße zurückzudrängen. Kunst- und Kulturaktivitäten sollen auch weiterhin das Herz des Nachtwandels ausmachen.
Künstlerische Qualität sichern
Zahlreiche Überlegungen wurden angestellt, wie diese Herausforderung gelingen kann:
So werden die Veranstalter in diesem Jahr gezielt Fördergelder für Projekte bereitstellen, die ein hohes Maß an künstlerischer Qualität und Ausstrahlung auf den Jungbusch haben. Gefördert wird im Einzelfall auch der Produktionsprozess eines soziokulturellen Projektes, das sich im Nachtwandel mit seinen Ergebnissen zeigt. Im Gemeinschaftszentrum und im Laboratorio17 einschließlich den Innenhöfen wird an einem Programm gestrickt, das als Kontrapunkt zur lauten und bewegten Jungbuschstraße zu ruhigeren Entdeckungen einlädt und viel Raum zur Begegnung lässt, zum Beispiel durch ein internationales Cafe mit Ausstellungen und Mitmachangeboten. Die Hafenkirche soll zum Klassikzentrum des Nachtwandels werden.
Grenzen für Müll und Alkohol
Im Zusammenwirken mit dem AK der Jungbusch-Gastronomen wird nach einer Regelung gesucht, ein verbindliches Pfand für Getränke einzuführen, um die Verschmutzung der Straßen mit Glas zu verhindern. Es wird Wert darauf gelegt, dass in allen teilnehmenden gastronomischen Betrieben ein gutes Kulturprogramm jenseits von bloßer Party geboten wird. Den Verkaufsständen, insbesondere Bierständen außerhalb der Programmstationen werden ganz enge Grenzen gesetzt. Auch das Programm nach Veranstaltungsschluss um 2 Uhr gilt es zu regulieren, damit die Akzeptanz des Nachtwandels in der Bewohnerschaft nicht gefährdet wird.





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