10. Nachtwandel im Jungbusch 2013

LESUNG – KONZERT – THEATER – INSTALLATION – PERFORMANCE – FILM – AUSSTELLUNG

10. Nachtwandel im Jungbusch
am 25. und 26. Oktober 2013, 19 bis 24 Uhr

Zwischen Hafen und City hat sich der Jungbusch zu einem atmosphärischen und urbanen Stadtteil gewandelt. Beim Nachtwandel füllen Künstler und Kulturschaffende Läden, Lager, Hinterhöfe, Moscheen, Kirchen, Galerien und andere Locations, die für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Jungbusch stehen, mit Kunst und Kultur. Spannende Programmpunkte an ganz verschiedenen Orten warten auch in diesem Jahr auf die Besucherinnen und Besucher.

Das Quartiermanagement, Laboratorio17, das Kulturamt, der Beauftragte für Integration und Migration, die Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim und viele Mitstreiter haben sich dafür eingesetzt, dass auch in diesem Jahr das Kulturfest im Jungbusch stattfinden kann. Mit Unterstützung weiterer Sponsoren und tatkräftiger Mithilfe von Kulturbewegten streben wir an, wieder ein vielseitiges und attraktives Programm zu ermöglichen, damit der Jungbusch, in dem Menschen aus über 80 Nationen leben, auch bei der Jubiläumsauflage des Nachtwandels all jene Facetten zeigen kann, die im ehemaligen Hafenviertel stecken. Bitte beachten Sie die neue Veranstaltungszeit. Der 10. Nachtwandel beginnt um 19 Uhr und endet um 24 Uhr.

Das aktuelle Programm für den 10. Nachtwandel im Jungbusch am 25./26.10. 2013 finden Sie hier:
www.nachtwandel-im-jungbusch.de
und hier als PDF-Datei zum Download

Unterstützen Sie den Nachtwandel mit dem Solistern!

Letztes Jahr haben wir den Nachtwandel im Jungbusch gerettet, kurz bevor ihm das Licht ausging. Das gelang auch mit der Hilfe der Stadt Mannheim und vielen ehrenamtlichen Organisatoren. Darüber freuten wir uns sehr.  Um auch beim nächsten Nachtwandel  wieder ein attraktives Programm ohne Eintritt bieten zu können, verteilen wir wie im letzten Jahr gegen eine kleine Spende den Solistern. Ein blauer, blinkender LED-Stern als Anhänger und als Zeichen der Unterstützung für den Nachtwandel. Man kann ihn während den diesjährigen “Busch-Nächten” an den drei Infopunkten,  aber auch bei mobilen Nachtwandlern für mindestens 5 Euro (gerne mehr!) erwerben. Für diejenigen, die keine 5 Euro oder mehr opfern können, wird es noch einen kleinen Solibutton mit blauem Stern für 2 Euro geben.


Weitere Informationen:

Quartiermanagement Jungbusch, Jungbuschstraße 19

Tel. 0621 14948

E-mail: nachtwandel@jungbuschzentrum.de

oder auf www.facebook.com


An diese guten Erfahrungen des letzten Jahres wollen wir anknüpfen:

Mehr als 20.000 Menschen besuchten den 9. Nachtwandel 2012

Ein Resümee aus Veranstaltersicht

Der 9. Nachtwandel ist Geschichte. Es war ein ganz besonderer Nachtwandel, denn zahlreiche Änderungen wurden eingeführt, um das jährlich seit 2004 im Oktober stattfindende Ereignis noch stärker als Kulturveranstaltung aus dem Jungbusch zu profilieren. Es galt, die richtige Balance zwischen Kunst und Kultur, Multikultur, Begegnung, Interaktion und Ausgehkultur bzw. Partystimmung zu finden.

Die Ergebnisse des diesjährigen Nachtwandel können sich, so meinen wir als Veranstalter, sehen lassen. Mehr als 20.000 Menschen – so viele wie nie zuvor – besuchten das Fest mit 80 Programmpunkten und entdeckten die verschiedenen Gesichter des Stadtteils Jungbusch an insgesamt 60 verschiedenen Lokalitäten. Und dies – es kann gar nicht genug betont werden -  in friedlicher Atmosphäre! Die veränderten Veranstaltungszeiten von 19 bis 24 Uhr haben zu einer Beruhigung geführt, wiewohl auch nach Veranstaltungsende in den Kneipen und Bars des Stadtteils weitergefeiert wurde. Hier müssen wir das rechte Maß finden, denn letztendlich setzt die Bewohnerschaft selbst durch ihre Akzeptanz oder Nichtakzeptanz der Lebendigkeit die Grenzen.

Balance zwischen Laut und Leise

Keine Frage – und das hat auch der überwiegende Teil der Besucher festgestellt: Der Nachtwandel hat in diesem Jahr wieder mehr zu seinem ursprünglichen Charakter zurück gefunden. Besonders haben uns die Straßenaktionen – die geplanten und auch die ungeplanten – und die Vielfalt der Akteure gefallen. Angefangen von der Jugendini, über den Internationalen Frauentreff und Bewohner bis hin zu professionellen Künstlern. Auch die kulturelle Breite von General Schweißtropf bis Klassik-Zentrum in der Hafenkirche ist, fanden wir einzigartig. Wir fänden es schön, wenn wir in den kommenden Nachtwandeln noch mehr unplugged Aktionen hätten und Künstlern, die den Mut haben, auch kleine aber feine Aktionen zu präsentieren. Und wenn es gelänge, noch mehr Hinterhöfe zu erschließen, wo man sich bei leisen Klängen von der Party erholen kann, um sich anschließend wieder hinein zu stürzen.

Im Bemühen um eine bessere Balance zwischen Laut und Leise haben sich die “Ruhepunkte” z.B. in Höfen der Jungbuschstraße als sehr sinnvoll erwiesen. Schließlich waren auch die interaktiven Programmpunkte, bei denen die Besucher nicht nur staunen, hören und sehen, sondern mitmachen konnten, wieder zahlreich vertreten, z.B. auf Youngbush-Island (MitMachKunst), im Hof der Jungbuschstr. 17 (Kollektiv-Subjekt-Graffiti-Kunst) oder bei den Fotoprojekten „Mannemer Sein“ und „Wir sind Jungbusch“. Interkulturelle Akzente wurden an vielen Stellen gesetzt, was zur Verständigung in einem Stadtteil beträgt, in dem Menschen aus 80 verschiedenen Nationen leben.

Geben und Nehmen

Sehr positiv war, dass bei allen Beteiligten, auch den Gastronomen, das Verständnis gewachsen ist, dass wir alle gemeinsam für den Nachtwandel verantwortlich sind. Vom Nachtwandel zu profitieren ist jedoch in der Zukunft nur möglich, wenn sich umgekehrt auch alle an der Veranstaltung und den mit ihr verbundenen Kosten beteiligen.
Diejenigen – und das betrifft auch die Geschäftsinhaber – die dieses Verständnis vermissen lassen und hier Trittbrettfahrer sein wollen ohne einen Beitrag zu leisten, müssen von allen Beteiligten konsequent an ihre Verantwortung erinnert und in die Pflicht genommen werden.

Der Nachtwandel ist nicht nur ein launiges und teilweise skurriles, zweitägiges Kulturereignis. Nachtwandel ist vielmehr ein Gemeinschaftswerk, das den Zusammenhalt im Stadtteil stärkt, das Unverwechselbare des Jungbuschs nach außen trägt und ganz vieles unter dem Leitbild „Wir gemeinsam im Kiez“ in Bewegung setzt.

Wir – und damit meinen wir alle Beteiligten – sollten alles dafür tun, um den Nachtwandel in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Der 10. Nachtwandel – unsere Jubiläumsveranstaltung – kann also kommen!

Schlussendlich bedanken wir uns bei allen Programmbeteiligten, Kooperationspartnern und Unterstützern, ohne die der 9. Nachtwandel im Jungbusch nicht möglich gewesen wäre.

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